Ana Ivanović über ihren French-Open-Sieg: »Du darfst nicht mit deinen Eltern zu Abend essen«

Ana Ivanović über ihren French-Open-Sieg: »Du darfst nicht mit deinen Eltern zu Abend essen«

Im Jahr ihres French-Open-Sieges war Ana Ivanović das gemeinsame Abendessen mit ihren Eltern untersagt. Im Podcast von Slaven Bilić erzählt die frühere Nummer eins, wie daraus ein Muster wurde: Verzicht gleich Erfolg.

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Ana Ivanović war einmal die Nummer eins der Tenniswelt. Im Podcast »(Ne)uspjeh prvaka« von Slaven Bilić hat die 38-Jährige erzählt, unter welcher Regel sie im Jahr ihres größten Erfolgs gespielt hat.

»Du darfst nicht mit deinen Eltern zu Abend essen«

2008 gewann Ivanović die French Open in Paris und rückte kurz darauf erstmals an die Spitze der Weltrangliste. Ihre Eltern Dragana und Miroslav und ihr Bruder Miloš waren in Paris dabei – gemeinsame Abende aber waren ihr untersagt. Ihr Trainer sagte ihr vor jedem Spiel: »Ana, du darfst mit deinen Eltern nicht zu Abend essen, weil es dir zu viel Energie zieht.«

Essen um sieben, danach direkt aufs Zimmer

Erlaubt war das Abendessen um sieben – mit ihrem Bruder und dem Fitnesstrainer, immer im selben Restaurant in der Nähe des Hotels. Danach ging es »direkt zurück in das Hotelzimmer«. Das Zimmer teilte sie sich mit Miloš: »Mein Bruder und ich teilten damals einen Raum. Um neun Uhr saßen wir dann immer dort und überlegten, was wir machen könnten. Ich las meistens etwas, während er Fernsehen schaute.«

»Es zahlte sich aus«

Lieber hätte sie die Zeit mit ihren Eltern verbracht. Trotzdem sah sie schon damals einen Zusammenhang zwischen den strengen Regeln und dem Ergebnis: »Es zahlte sich aus. Ich habe das Turnier dann ja gewonnen.«

Aus der Regel wurde ein Muster

Genau das wurde zum Problem. »In meinem Kopf verband ich Verzicht direkt mit Erfolg. Später in meiner Karriere, wenn ich ein wenig entspannen wollte oder privat irgendwo hingehen wollte, hatte ich immer das Gefühl, dass ich das nicht durfte. Ich dachte: Es wird mich einholen und mich bestrafen, wenn ich das mache. Ich werde müde sein. Ich werde nicht in der Lage sein, richtig Tennis zu spielen oder zu trainieren.« Selbst Einkaufen oder »einen Tag am Strand zu verbringen« fiel ihr schwer. »Es kam also ein Verzicht nach dem anderen«, sagt sie.

Die Familie steht im Mittelpunkt

Inzwischen hat sich das gedreht. Mit ihrem früheren Partner Bastian Schweinsteiger hat Ana Ivanović drei Söhne: Luka, Leon und Theo. Sie bestimmen ihren Alltag.

Quelle: YouTube – »(Ne)uspjeh prvaka«, Ana Ivanović bei Slaven Bilić (Teil 2, 12. August 2026); BUNTE; Abendzeitung; Instagram @anaivanovic