Andy Borg kritisiert KI in der Musikbranche scharf
Andy Borg äußert sich kritisch zur Nutzung von KI in der Musik. Der Sänger sieht große Risiken in KI-generierter Musik und fordert eine Rückbesinnung.
Andy Borg, einer der bekanntesten Entertainer in der volkstümlichen Musik, hat sich in einem Statement kritisch zur zunehmenden Rolle künstlicher Intelligenz (KI) in der Musikbranche geäußert. Dabei prangert er vor allem die Entwicklungen rund um KI-generierte Musik an, die seiner Meinung nach viele Risiken mit sich bringt.
„Das ist schrecklich“, brachte Borg seine Besorgnis auf den Punkt. Er sieht durch diese Technologie das Herz und die Seele der Musik bedroht. Für ihn werde Musik durch KI zu einer leblosen Ware, die den Menschen und seine Emotionen als zentrales Element verdränge. „Musik lebt vom Gefühl, von der Authentizität des Künstlers. Das kann keine Maschine leisten“, ergänzte der Musiker in seinem Statement.
Ein Appell an die Künstlerseele
Schon seit Jahrzehnten steht Andy Borg für handgemachte Musik mit Herz und Hingabe. Seine Meinung zur aktuellen Entwicklung ist eindeutig: Die zunehmende Rolle von KI sei bedenklich und einer der bisher größten Einschnitte in der Musikbranche. Er sieht die Priorität darin, die emotionale und persönliche Note der Musik zu schützen, die nur durch echte Künstler weitergegeben werden kann. Besonders in seiner langjährigen Karriere habe er erlebt, wie wichtig die Verbindung zwischen einem Musiker und seinem Publikum ist. Für Borg ist das ein zentraler Aspekt, der durch KI in Gefahr geraten könnte.
Borgs klare Worte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz in vielen Bereichen des Lebens Einzug hält. Die Musikindustrie ist davon gleichermaßen betroffen: Es gibt inzwischen Systeme, die Melodien erzeugen, komplette Texte schreiben oder bestehende Stimmen täuschend echt imitieren können. Während diese Technologien auf der einen Seite als Hilfsmittel betrachtet werden können, sieht Borg die Gefahr darin, dass die künstlerische Seele verloren gehen könnte. Musik sei für ihn mehr als nur ein Produkt – sie sei ein Medium, das Menschen miteinander verbindet und Emotionen transportiert.
Mit Blick auf seine eigenen Projekte und Werte hebt er hervor, wie entscheidend die Ehrlichkeit hinter der Musik sei. Er ermutigt gerade junge Künstler, authentisch zu bleiben und ihre eigene Handschrift zu bewahren. „Technologie kann die Arbeit eines Musikers ergänzen, aber niemals ersetzen. Es liegt an uns Künstlern, diese Grenze klar zu ziehen“, so sein Appell.
Ein besonderer Punkt seiner Kritik richtet sich auf die Schnelllebigkeit, die durch KI entstehen könnte. Andy Borg warnt davor, dass Musiker womöglich verleitet werden könnten, durch automatisierte Prozesse weniger Zeit in die eigene Kreativität zu investieren. Doch gerade diese Zeit sei entscheidend, um echte Qualität zu schaffen – etwas, das aus seiner Sicht das Publikum verdient.
Mit seinem offenen Statement setzt Andy Borg einen Kontrapunkt zu einer allgemeinen Entwicklung, die von vielen als Fortschritt gefeiert wird. Er sieht es als seine Aufgabe, auf die möglichen Gefahren aufmerksam zu machen und für die wahren Werte der Musik einzutreten. Zum Abschluss seiner Ausführungen wandte sich Borg direkt an die Branche: „Wir dürfen nicht vergessen, warum wir überhaupt Musik machen – und für wen! Die Menschen spüren, ob ein Lied von Herzen kommt oder nicht.“
Für Andy Borg steht fest, dass die Magie eines Liedes nur dann entsteht, wenn der Mensch dahinter spürbar ist. Dieser Gedanke begleitet den Entertainer schon durch seine gesamte Karriere und hat ihm in der volkstümlichen Musikszene einen festen Platz eingebracht. Mit seiner einprägsamen Botschaft will er nicht nur Kollegen erreichen, sondern sämtliche Musikliebhaber darauf aufmerksam machen, dass die Verbindung zwischen Künstler und Publikum niemals durch Technologie ersetzt werden kann. „Musik ist mehr als ein Klang – sie ist ein Gefühl,“ betonte Borg abschließend.
Foto: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Update: Borg beim Finale von »Immer wieder sonntags«
Am 6. September 2026 läuft die letzte Live-Ausgabe von »Immer wieder sonntags« mit Stefan Mross aus dem Europa-Park – nach 31 Jahren und 378 Folgen; ein Best-of folgt am 13. September. Andy Borg steht dabei mit auf der Bühne und findet mitfühlende Worte: »Das mit dem Absetzen einer beliebten Sendung kenne ich ja aus eigener Erfahrung. Das ist wie eine Familie, die auseinanderbricht!« Seinen eigenen Tiefschlag erlebte er am 27. Juni 2015 mit dem letzten »Musikantenstadl«. Bei ihm selbst läuft es dagegen glänzend: Der »Sommer-Spaß mit Andy Borg« erreichte am 8. August rund 1,76 Millionen Zuschauer, und der SWR hat die Fortsetzung des Formats bestätigt – ab 2027 zieht die Produktion nach Mahlberg im Ortenaukreis.
