Andy Borg wird 66: Kurt Feltz fand „Meyer sei nix" – und griff durch
Zum 66. Geburtstag von Andy Borg: Wie Produzent Kurt Feltz aus Adolf Andreas Meyer einen Schlagerstar formte – und warum „Borg" aus der Familie kommt.
Andy Borg feiert am 2. November 2026 seinen 66. Geburtstag – und kaum eine Geschichte aus seiner Laufbahn ist so verblüffend wie die Frage, wie er überhaupt zu seinem Namen kam. Denn geboren wurde er als Adolf Andreas Meyer, und dass daraus jemals ein Künstlername werden würde, verdankt er einem sehr entschlossenen Produzenten.
„Meyer sei nix" – Feltz suchte in der Familie
Als Borgs Karriere Anfang der 1980er Jahre Fahrt aufnahm, war es Produzent Kurt Feltz, der das Heft in die Hand nahm. Feltz, der zuvor bereits mit Peter Alexander, Caterina Valente und Rex Gildo gearbeitet hatte, hielt den bürgerlichen Nachnamen für ungeeignet. „Mein damaliger Produzent hat gemeint, Meyer sei nix und hat dann in meiner Familie nach brauchbaren Namen gesucht und ist bei meiner Mutter Inge-borg hängen geblieben", erklärte Borg in einem Interview mit IPPEN.MEDIA. Borg selbst sagt über seine Mutter Ingeborg: „Ich habe ihn von meiner Mutter Ingeborg, mit der ich viel gesungen habe." Den Vornamen Andreas ersetzte Feltz durch Andy – Borgs Begründung dafür fällt knapp aus: „Weil's internationaler klingt." Und auch die Verbindung zum damals weltberühmten Tennisspieler Björn Borg war kein Zufall: Die Namensähnlichkeit sollte dafür sorgen, dass der Begriff vielen Menschen durch den Sport bereits geläufig war. Die Geschichte wurde unter anderem in der Fernsehsendung „Inas Nacht" überliefert und von mehreren Medien aufgegriffen. Noch knapper bringt es Borg selbst auf den Punkt: „Ich war 22 Jahre ausschließlich der ‚Herr Meyer', seither höre ich auf ‚Herr Borg' genauso."
Entdeckt wurde Borg durch seinen Auftritt beim ORF-Talentwettbewerb „Die große Chance", wo Feltz auf ihn aufmerksam wurde. 1982 gelang ihm mit „Adios Amor" der Durchbruch – unter dem neuen Künstlernamen, der bis heute trägt. Privat ist Borg seit 1999 mit Birgit verheiratet, die er 1992 kennengelernt hatte und die heute als seine Managerin tätig ist; beide leben im Landkreis Passau. Aus seiner ersten Ehe mit Sabine, die 1994 geschieden wurde, hat er zwei Kinder: Jasmin und Patrick. Wie es in seiner Karriere weitergeht, hatte er zuletzt selbst klar formuliert – über seine Haltung nach 45 Bühnenjahren hatten wir berichtet.
Dass der Plan aufging, lässt sich kaum bestreiten: Unter dem Namen Andy Borg wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschsprachigen Schlagers und moderiert seit Jahren erfolgreich seine eigene TV-Sendung. Zuletzt holte der „Schlager-Spaß" 1,33 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer – Zahlen, die seinen Stellenwert im Genre eindrücklich belegen.
An Aufhören denkt Borg auch mit 66 nicht. Solange ihm die Musik Freude bereite und das Publikum ihn hören wolle, sehe er keinen Grund für einen Abschied. Ein besonderes Jubiläum steht zudem bevor: Im Dezember 2026 ist die 250. Live-Ausgabe des „Schlager-Spaß" geplant – ein Meilenstein, der zeigt, dass der Mann, dem Feltz einst einen neuen Namen gab, aus dem Schlager nicht mehr wegzudenken ist.