Anna-Maria Zimmermann nach Bühnen-Zusammenbruch: „Mein Körper hat kurz STOP gesagt"
Im Juli brach Anna-Maria Zimmermann mitten im Konzert ein. Jetzt spricht sie offen darüber – und erklärt, was sie seither in ihrem Leben verändert hat.
Ein Konzert auf der Peißnitzinsel in Halle (Saale), ein Lied, dann Schluss: Am 11. Juli 2026 musste Anna-Maria Zimmermann ihren Auftritt nach wenigen Minuten abbrechen. Backstage wurde sie behandelt, als Ursache wurde ein Schwächeanfall genannt. Drei Monate später spricht die Schlagersängerin erstmals ausführlich darüber, was in diesem Moment wirklich passiert ist – und was sie daraus für sich mitgenommen hat.
Für Zimmermann ist es nicht das erste Mal, dass ihr Körper an eine absolute Grenze gerät. Am 24. Oktober 2010 überlebte sie einen Hubschrauberabsturz bei Altenbeken nur knapp – lebensgefährliche innere Verletzungen, zahlreiche Knochenbrüche, ihr linker Arm blieb gelähmt. Auch privat erlebte sie in den vergangenen Jahren einschneidende Veränderungen: Im Januar 2025 bestätigte sie die Trennung von ihrem Mann Christian Tegeler, mit dem sie seit 17 Jahren zusammen und seit 2015 verheiratet gewesen war. „Ja, Christian und ich haben uns einvernehmlich getrennt. Unsere Kinder stehen für uns weiterhin im Mittelpunkt", sagte sie damals gegenüber TV Spielfilm. Als Hintergrund wurden unter anderem die Belastungen der Corona-Pandemie genannt. Die beiden haben zwei Söhne, Matti (geboren 2017) und Sepp (geboren 2020). Bekannt wurde Zimmermann einem breiten Publikum bereits 2005 durch „Deutschland sucht den Superstar", bei dem sie den sechsten Platz belegte, und etablierte sich seither als Party-Schlagersängerin – zuletzt war sie auch Thema rund um die Mini Playback Show.
Hitze, Erschöpfung und ein Körper, der auf Stopp besteht
Es war nicht ihr einziger Auftritt an jenem Tag: Drei Konzerte standen auf dem Plan. Beim zweiten war nach dem ersten Lied für Zimmermann alles vorbei. In einer Instagram-Story danach schrieb sie: „Viele haben gefragt, was es denn war? Ich weiß es nicht. Irgendwas zwischen: Hitze, k.o., viele Dinge im Kopf." Und weiter: „Mein Körper hat kurz STOP gesagt und darauf hab ich gehört." Im MDR-Gespräch schilderte sie den Moment auf der Bühne noch konkreter: „Ich bin dann nur noch runter, hab Oli das Mikro in die Hand geschmissen und hab gesagt: ‚Ich bin raus. Ich kann nicht.'" Kollege Oli.P war an diesem Tag mit ihr unterwegs; beide hätten laut Bericht bereits beim Flug mit starkem Ohrendruck zu kämpfen gehabt.
In den Tagen nach dem Vorfall ließ sie sich mehrfach ärztlich untersuchen und gab schließlich Entwarnung. „Alles soweit gut bei mir. Ich nehme das, was da Samstag passiert ist, trotzdem sehr, sehr ernst", schrieb sie damals. Eine eindeutige medizinische Diagnose wurde öffentlich nicht genannt.
Was sich seitdem verändert hat, beschreibt Zimmermann im MDR-Interview so: „Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, ich muss allen gerecht werden: meinen Kindern, meinen Freunden, allen zu Hause, nur mir nicht. Gerade fange ich an, Nein zu sagen, und alle gucken mich an und sagen: Kennt man gar nicht von dir." Sie plane bewusst mehr Ruhepausen ein, höre Meditationsmusik und greife – sie studierte einst Malerei und Grafik – wieder häufiger zum Pinsel.
Konkrete neue Konzerttermine nannten die vorliegenden Berichte nicht. Klar ist aber: Anna-Maria Zimmermann will künftig öfter Nein sagen – und macht damit offenbar selbst ihr Umfeld überrascht, wie sie im MDR schmunzelnd andeutete.