Ansah sprintet zu EM-Gold

Ansah sprintet zu EM-Gold

Owen Ansah ist in Birmingham Europameister über 200 Meter geworden. Für das deutsche Team gab es dazu EM-Silber durch Emil Agyekum über 400 Meter Hürden und Shanice Craft im Diskus.

Owen Ansah hat bei der EM in Birmingham für den deutschen Höhepunkt des Abends gesorgt: Der 25-Jährige gewann die 200 Meter in 19,95 Sekunden und sicherte sich damit den größten Erfolg seiner Karriere. Auf den letzten 50 Metern setzte sich der Hamburger deutlich ab und holte den ersten deutschen EM-Titel über diese Strecke seit 44 Jahren.

Nach dem Rennen zeigte sich Ansah überwältigt, biss in seine Goldmedaille und feierte mit der deutschen Fahne. Ganz ungetrübt ist der Triumph aber nicht: Der Sprinter wurde vom Verband vorsorglich nicht für die Staffel berücksichtigt. Hintergrund ist der Vorwurf, eine Dopingprobe verweigert zu haben. Die Nationale Anti Doping Agentur hat deshalb eine vierjährige Sperre vorgeschlagen. Ansah weist den Vorwurf zurück, derzeit ist er nicht suspendiert.

Doppelsilber für das DLV-Team

Schon kurz zuvor hatte Emil Agyekum über 400 Meter Hürden Silber geholt. In 47,87 Sekunden lief er auf Rang zwei, nur Norwegens Star Karsten Warholm war schneller und gewann mit Meisterschaftsrekord in 46,63 Sekunden. Agyekum musste wegen des starken Gegenwinds auf der Gegengeraden früh sein Sprungbein wechseln, brachte das Rennen aber dennoch souverän ins Ziel.

Auch Diskuswerferin Shanice Craft durfte sich über EM-Silber freuen. Für das deutsche Team ist es bereits die zwölfte Medaille bei diesen Titelkämpfen - und damit schon jetzt eine mehr als vor zwei Jahren in Rom.

Licht und Frust auf der Bahn

Weniger glücklich verlief der Abend für Owe Fischer-Breiholz. Der 22-Jährige hatte ebenfalls auf Edelmetall über 400 Meter Hürden gehofft, wurde aber in 48,56 Sekunden nur Fünfter. Direkt nach dem Lauf war die Enttäuschung groß, ehe Agyekum ihn auf der Bahn in den Arm nahm.

Foto: wn