Dieter Bohlen zu Gen-Z-Protesten und Wehrpflicht: Sechs Kinder »niemals in den Krieg«
Dieter Bohlen stellt sich hinter die protestierende Jugend: Er ist gegen eine neue Wehrpflicht – und begründet das mit der Geschichte seines Vaters.
Dieter Bohlen stellt sich hinter die Jugendproteste »Gen Z regelt«. In einem Video auf Instagram sagte der 72-Jährige am 31. Oktober 2026: »Ja, meine Freunde, es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt und wenn ihr demonstrieren geht.«
Dieter Bohlen gegen eine neue Wehrpflicht
»Ich bin auch total gegen eine neue Wehrpflicht«, sagt Bohlen. Seine Begründung ist die eigene Familiengeschichte: »Ich habe sechs Kinder, die würde ich niemals in den Krieg schicken.« Er sei neun Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, sein Vater sei mit 18 Jahren in den Krieg gegangen, sofort in Gefangenschaft gekommen und »wäre fast gestorben«.
Außerdem kritisiert Bohlen, wofür die Politik ihr Geld ausgibt – statt für Schulen und Infrastruktur. Als Beispiel nennt er eine marode Autobahnbrücke bei Leverkusen. Sein Appell an die Jugend: »Lasst euch nicht alles gefallen.«
Gen-Z-Proteste in mehr als 30 Städten
Am 31. Oktober gingen in mehr als 30 deutschen Städten Zehntausende junge Menschen auf die Straße – laut Polizei allein in Frankfurt rund 8.000, in Berlin bis zu 5.000. Sie fordern mehr Investitionen in Bildung und Gesundheit, bezahlbares Leben und soziale Gerechtigkeit und wenden sich gegen eine mögliche neue Wehrpflicht.
Überschattet wurde der Protesttag in einigen Städten von Krawallen und Plünderungen nach den Demonstrationen, unter anderem in Frankfurt und Köln. Die nächsten Proteste sind für den 14. November angekündigt.