Drei Hinrichtungen an einem Tag
In den USA sind an einem Tag in Tennessee, Oklahoma und Alabama drei Todesurteile vollstreckt worden. Laut Berichten gab es eine solche Ballung seit 2010 nicht mehr.
In den USA sind innerhalb eines einzigen Tages drei Todesurteile vollstreckt worden. Exekutionen gab es in den Bundesstaaten Tennessee, Oklahoma und Alabama. Eine so enge zeitliche Häufung hat es nach Angaben des US-Informationszentrums zur Todesstrafe seit 2010 nicht mehr gegeben.
In Tennessee wurde der 66-jährige Anthony Hines per Giftspritze hingerichtet. Er war für den Mord an einem Zimmermädchen im Jahr 1985 verurteilt worden. Fast zeitgleich wurde in Oklahoma der 70 Jahre alte Carlos Cuesta-Rodriguez exekutiert, der wegen des Mordes an seiner Lebensgefährtin im Jahr 2003 im Todestrakt saß. US-Medien berichten, dass zwischen beiden Hinrichtungen nur rund 30 Minuten lagen.
Auch Alabama vollstreckt Urteil
In Alabama stand für denselben Tag die Hinrichtung des 42-jährigen Jeremy Williams an, ebenfalls durch eine Giftspritze. Das Urteil wurde in der Nacht auf Freitag deutscher Zeit vollstreckt. Williams war wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines fünfjährigen Mädchens verurteilt worden. Nach den Angaben missbrauchte und erwürgte er das Kind. Die Mutter des Mädchens verbüßt in dem Zusammenhang eine Haftstrafe von 20 Jahren.
Ballung gilt als ungewöhnlich
Die Vollstreckung in Tennessee war die erste dort seit einem gescheiterten Versuch im Mai. Damals war eine Hinrichtung abgebrochen worden, weil keine geeignete Vene gefunden werden konnte.
- 21 Hinrichtungen gab es in den USA in diesem Jahr bereits.
- Allein 12 davon entfielen auf Florida.
- 23 von 50 Bundesstaaten haben die Todesstrafe abgeschafft.
- In 3 weiteren Staaten gilt derzeit ein Moratorium.
US-Medien sprechen bei der Dreifach-Exekution zwar von einem Zufall. Gleichzeitig wird die Entwicklung aber auch als Zeichen dafür gewertet, dass die Zahl der Hinrichtungen im Land wieder zunimmt.