Goldrausch für DLV-Stars

Goldrausch für DLV-Stars

Deutschland feiert bei der Leichtathletik-EM in Birmingham einen starken Abend: Leo Neugebauer holt Gold im Zehnkampf, Gesa Krause siegt über 3.000 Meter Hindernis. Dazu gibt es Silber für Niklas Kaul sowie zwei Bronze-Medaillen.

Großer Abend für das deutsche Team bei der Leichtathletik-EM in Birmingham: Leo Neugebauer hat sich zum Europameister im Zehnkampf gekrönt, kurz danach legte Gesa Krause mit Gold über 3.000 Meter Hindernis nach. Für die deutsche Mannschaft waren es die ersten EM-Titel dieser Titelkämpfe – und der Auftakt zu einem regelrechten Medaillenrausch.

Besonders dramatisch wurde es im Zehnkampf über die abschließenden 1.500 Meter. Neugebauer rettete seinen Vorsprung mit letzter Kraft ins Ziel, obwohl Teamkollege Niklas Kaul mit einer starken Aufholjagd noch einmal enormen Druck machte. Am Ende trennten die beiden nur 38 Punkte. Kaul sicherte sich damit Silber, Neugebauer trotz völlig leerer Beine Gold.

Krause sprintet zum dritten Titel

Auch Gesa Krause setzte ein Ausrufezeichen. Mit einem starken Finish lief sie zu ihrem dritten EM-Triumph über die Hindernisse nach den Erfolgen 2016 und 2018. Hinter ihr gab es aus deutscher Sicht noch mehr Grund zum Jubeln: Olivia Gürth holte Bronze. Bitter verlief das Rennen dagegen für Lea Meyer, die lange das Tempo bestimmt hatte, am letzten Wassergraben jedoch stürzte und so noch auf Rang vier zurückfiel.

Nach dem Rennen sorgte Meyers Kritik an Krauses Taktik für Diskussionen. Krause reagierte gelassen und betonte vor allem ihr Mitgefühl für die gestürzte Teamkollegin. Die Entscheidung, Führungsarbeit zu leisten, treffe schließlich jede Läuferin selbst.

Chaos im Stabhochsprung

Im Zehnkampf hatte es zuvor auch noch Ärger gegeben. Beim Stabhochsprung kam es zu einer kuriosen Panne: Die Latte war bei einer Höhe falsch eingestellt, zudem stimmten bei Versuchen von Neugebauer die Abstände der Ständer nicht mit seinen Angaben überein. Das kostete in der Mittagshitze zusätzliche Kraft. Umso bemerkenswerter war sein Triumph am Ende.

Foto: wiesbadener