Kilchberg-Kampf in Mümliswil
Am Sonntag fällt in Mümliswil die Entscheidung über die Nordwestschweizer Tickets fürs Kilchberg-Schwinget. Acht Startplätze sind zu vergeben, fünf Schwinger gelten laut Ausgangslage praktisch als gesetzt.
Für die Schwinger aus der Nordwestschweiz wird es am Sonntag ernst: Beim Teilverbandsfest in Mümliswil geht es um die letzten Tickets für das Kilchberg-Schwinget am 4. September. Der Saisonhöhepunkt oberhalb des Zürichsees ist nur mit 60 Athleten besetzt und findet lediglich alle sechs Jahre statt. Entsprechend gross ist das Prestige – schon die Teilnahme gilt als besonderer Karriereschritt.
Der Nordwestschweizer Teilverband darf acht Schwinger entsenden. Die endgültige Nomination nimmt der Technische Leiter Remo Stalder nach dem Fest vor. Für die einheimischen Athleten ist Mümliswil damit die letzte Bühne, um noch einmal Argumente für sich zu liefern.
Fünf Namen mit sehr guten Karten
Nach den bisherigen Saisonleistungen zeichnet sich ein Kern von Schwingern ab, die ihr Ticket praktisch auf sicher haben. Dazu gehören vor allem jene Athleten, die 2026 konstant geliefert haben – allen voran Nick Alpiger. Der Aargauer überzeugte mit mehreren Festsiegen, einer Schlussgang-Teilnahme am Solothurner Kantonalen sowie zusätzlichen Bergkränzen auf dem Stoos und der Rigi.
- Nick Alpiger
- Sinisha Lüscher
- Joel Strebel
- Marius Frank
- Marvin Voggensperger
Auch Sinisha Lüscher mit zwei Festsiegen und sieben Kränzen sowie Joel Strebel nach starkem Comeback nach Knieverletzung zählen klar zu diesem Kreis. Marius Frank gehört mit seinen konstanten Resultaten ebenfalls zu den sicheren Kandidaten. Marvin Voggensperger wird in der Ausgangslage ebenso zu den gesetzten Namen gezählt.
Vier kämpfen, drei hoffen aufs Wunder
Spannend wird die Vergabe der restlichen Plätze. Marcel Odermatt, Janic Döbeli, Patrick Glutz und Adrian Scherz stehen laut Ausgangslage im direkten Rennen um die verbleibenden Tickets. Noch schwieriger ist die Situation für jene, die in Mümliswil fast alles brauchen: Hermann, Hügli und Roth benötigen entweder einen Festsieg oder mindestens den Einzug in den Schlussgang, um ihre Chancen entscheidend zu verbessern.
Damit ist klar: Das Nordwestschweizerische in Mümliswil wird mehr als ein gewöhnliches Teilverbandsfest. Es ist die letzte große Bewerbung für einen Platz beim exklusivsten Anlass der Saison – und für einige Schwinger geht es dabei tatsächlich um nichts weniger als den allerletzten Zug Richtung Kilchberg.
Foto: aargauerzeitung