Kuckucksuhr im ZDF-Fernsehgarten: Uhrmacher Lukas über ein Handwerk mit Imageproblem
Uhrmacher Lukas zeigt im ZDF-Fernsehgarten Schwarzwälder Kuckucksuhren – echte mit Gütesiegel, keine Flughafen-Spielzeuge. Sein Beruf habe ein Imageproblem, sagt er. Andrea Kiewel: »Kinder, habt Mut – und entscheidet euch für einen richtigen Beruf.«
Neues Thema im Oktoberfest-Fernsehgarten: Es geht um Uhren. Andrea Kiewel begrüßt Lukas, 28 Jahre alt, Uhrmacher und Experte für antike Großuhren – sein Herz schlägt für die Kuckucksuhr. »Faszination für Technik und Mechanik hatte ich schon von klein auf an«, erzählt er; ein Uhrmacher aus der Nachbarschaft habe ihn am Werktisch zuschauen lassen, der Rest kam durch Selbststudium.
Alle Uhren am Set sind Schwarzwalduhren. Was es an Flughäfen gebe, seien keine Uhren, sondern Spielzeuge: Die echte Schwarzwälder Kuckucksuhr trägt das Gütesiegel des Verbands der Schwarzwalduhr – Uhrwerk, Figuren und Gehäuse werden komplett im Schwarzwald gefertigt. Kiewel spricht das Nachwuchsproblem an. »Ich denke, die Uhrmacherei hat ein Imageproblem«, sagt Lukas. »Man denkt sich den verstaubten Mann in seiner Kammer. Aber die Uhrmacherei ist ein total faszinierendes Handwerk – Feinmechanik, verbunden mit Technikgeschichte.« Gelernt wird der Beruf zum Beispiel in Furtwangen oder Villingen: Lehre, Geselle, Meister; nötig sind Realschulabschluss oder Abitur und eine ruhige Hand.
Dann die Exponate: ein Demonstrationsmodell mit offener Mechanik, ein »Schnapper«, der mit dem Maul schnappt, eine fein geschnitzte Tischuhr aus Eisenbach im Hochschwarzwald – und eine Uhr, die Lukas in der Uhrenfabrik in Schönwald selbst montiert hat. Kiewels Fazit: »Kinder, habt Mut. Macht die zehnte Klasse und entscheidet euch für einen richtigen Beruf, zum Beispiel den des Uhrmachers.«
