Neue Attacke im Golf
In der Straße von Hormus sind in der Nacht zwei Schiffe des emiratischen Ölkonzerns angegriffen worden. Kurz vor dem Ende der 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage damit hochgefährlich.
Die Spannung am Golf nimmt kurz vor Ablauf der 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran weiter zu. In der Nacht wurden in der Straße von Hormus zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc attackiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate machen den Iran für den Vorfall verantwortlich und verurteilten den Angriff scharf.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM wurde bei der Attacke niemand verletzt. Unklar blieb zunächst, ob und wie stark die beiden Schiffe beschädigt wurden. Die ohnehin stark belastete Lage in der strategisch wichtigen Meerenge verschärft sich damit unmittelbar vor einem möglichen Wendepunkt im Konflikt.
Waffenruhe läuft morgen aus
Die derzeitige Feuerpause endet am morgigen Tag. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt allerdings, dass eine Verlängerung im Raum stehe — entweder um weitere 60 oder sogar 90 Tage. Pakistan vermittelt in dem Konflikt, eine öffentliche Bestätigung dafür gibt es bisher aber nicht.
Parallel dazu soll laut denselben Kreisen auch eine Vereinbarung zwischen dem Iran und dem Oman zur Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevorstehen. Demnach könnte es noch vor dem Ende der aktuellen Waffenruhe zu einer Einigung kommen.
Washington erhöht den Druck
Aus den USA kamen unterdessen neue Drohungen gegen Teheran. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte eine weitreichende wirtschaftliche Isolation des Iran an, deren Details in der kommenden Woche vorgestellt werden sollen.
- Die USA wollen den Zugang zu iranischen Häfen massiv einschränken.
- Zusätzlich soll der finanzielle Druck auf Teheran erhöht werden.
- US-Vizepräsident JD Vance nannte einen niedrigen Ölpreis als derzeit wichtigstes Ziel im Iran-Krieg.
Vance sagte zudem, es müsse verhindert werden, dass der Iran jemals Atomwaffen erhalte. Damit setzt Washington kurz vor Ablauf der Waffenruhe nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich auf eine weitere Verschärfung des Kurses.