Ralf Schumacher rechnet mit Christian Horner ab: »Die Geschichte ist absolut gelogen«

Ralf Schumacher rechnet mit Christian Horner ab: »Die Geschichte ist absolut gelogen«

Ralf Schumacher nennt Horners Marko-Geschichte »absolut gelogen« und den Ferrari-Flirt »ein Armutszeugnis«. Horners Autobiografie »Drive« erscheint am 22. Oktober.

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Ex-Formel-1-Pilot und Sky-Experte Ralf Schumacher (51) hat im Sky-Podcast »Backstage Boxengasse« (Folge 33/2026, veröffentlicht am 29. September 2026) scharfe Kritik an Christian Horner (52) geübt. Der frühere Red-Bull-Teamchef veröffentlicht am 22. Oktober 2026 seine Autobiografie »Drive« (Transworld/Penguin Random House). Vorab hatte die Londoner »Times« Auszüge und ein Interview veröffentlicht.

Was Horner in »Drive« über Helmut Marko schreibt

Laut den Auszügen beschreibt Horner seinen langjährigen Weggefährten Helmut Marko als schroff, sprunghaft, kalt und illoyal. Marko habe Max Verstappen anfangs nicht holen wollen – wegen Vater Jos, den er »einen Albtraum« genannt habe: »We don't need this one« (»Den brauchen wir nicht«). Diese Meinung habe sich allerdings schnell geändert, schreibt Horner.

Ralf Schumacher: »Absolut gelogen«

Schumacher widerspricht: »Ich finde, es ist ein absolutes No-Go, Dr. Helmut Marko anzugehen, weil die Geschichte ist absolut gelogen.« Nach seiner Kenntnis habe Marko Max Verstappen schon mit elfeinhalb Jahren angesprochen, damals habe Jos Verstappen abgelehnt, weil es ihm zu früh gewesen sei. Auch über Horners Stil urteilt er hart: »Wenn man von Stil spricht, dann fällt einem Christian Horner nicht als Erstes ein.« Gleichzeitig nennt er Horner »einen der erfolgreichsten Formel-1-Teamchefs« – dass er nun nachkarte, »um ein paar Bücher zu verkaufen und ein paar Tickets«, sei »eigentlich unterirdisch«.

Traumjob Ferrari

Der »Times« sagte Horner, Ferrari sei die größte Marke der Formel 1: »It's the dream.« Teamchef bei Ferrari ist derzeit Frédéric Vasseur. Schumacher dazu: »Wenn er tatsächlich da Interesse hätte oder auch von Ferrari Interesse bestünde, dann würde man das so, glaube ich, nicht machen. Deshalb ist es einfach nur ein Armutszeugnis.« Horner selbst hatte im Februar 2026 im australischen Fernsehen (9 News) gesagt, er komme nur für die richtige Gelegenheit zurück, mit Leuten, die gewinnen wollen.

Das Aus bei Red Bull

Horner war rund 20 Jahre Teamchef von Red Bull Racing. Anfang 2024 warf ihm eine Mitarbeiterin unangemessenes Verhalten vor; Horner bestritt das, eine interne Untersuchung entlastete ihn. Am 9. Juli 2025 trennte sich Red Bull mit sofortiger Wirkung von ihm, offizielle Gründe nannte das Team nicht. In »Drive« schreibt Horner, er habe nie eine klare Erklärung bekommen – außer, dass die Leistung des Teams nachgelassen habe. Über sich selbst: »Maybe I am a bit of a Marmite character.«

Quellen: Sky Sport, Podcast »Backstage Boxengasse« 33/2026 (29. 9. 2026); motorsport-total.com und formel1.de (29. 9. 2026); SPOX (30. 9. 2026); TAG24 (30. 9. 2026); The Times (Auszüge aus »Drive«, 26. 9. 2026, zitiert nach RacingNews365 und GPblog); Penguin Random House (Erscheinungstermin); 9 News Australia (3. 2. 2026).