Roy Blacks Tochter Nathalie Böhning: »Natürlich hätte ich ihn gern kennengelernt« – was sie zum 35. Todestag über ihren Vater sagt
Roy Black Tochter Nathalie Böhning: Sie kam am 14. September 1991 zur Welt, 25 Tage vor dem Tod des Schlagerstars. Im Magazin »das neue« spricht sie über ihren Vater, Mutter Carmen Böhning und ihr Leben fern der Öffentlichkeit – ganz anders als Halbbruder Torsten Höllerich.
35 Jahre nach dem Tod von Roy Black hat sich seine Tochter Nathalie Böhning zu ihrem Vater geäußert. Im Magazin »das neue« spricht sie darüber, wie es ist, ohne den berühmten Vater aufzuwachsen – und warum sie nicht auf »die Tochter von Roy Black« reduziert werden möchte. Darüber berichteten am 9. Oktober 2026, dem 35. Todestag, unter anderem schlager.de und Promiflash.
Roy Blacks Tochter: geboren 25 Tage vor seinem Tod
Nathalie Böhning kam am 14. September 1991 zur Welt. Ihre Mutter ist Carmen Böhning, die gut zwei Jahre mit Roy Black zusammen war – seit August 1989. Am 9. Oktober 1991 starb der Schlagerstar (»Ganz in Weiß«) mit 48 Jahren in seiner Fischerhütte bei Heldenstein in Oberbayern; als offizielle Todesursache wurde Herzversagen festgestellt. Eigene Erinnerungen an ihren Vater hat Nathalie deshalb nicht.
Kurz nach der Geburt stand Roy Black im September 1991 noch in einer Fernsehshow auf der Bühne und verriet dort den Namen seiner Tochter: »Sie heißt schon Nathalie und ist ein ganz süßes, kleines Mädel. 50 Zentimeter groß, am Samstagmorgen um 3.52 Uhr ist sie zur Welt gekommen.«
Was Nathalie Böhning über ihren Vater sagt
»Wenn man komplett ohne Vater aufgewachsen ist, gibt es nichts, das man vermissen könnte«, sagt Nathalie Böhning laut »das neue«. Und doch: »Aber natürlich hätte ich ihn gern kennengelernt.« Eine Verbindung spüre sie, wenn sie alte Aufnahmen sehe: »In Filmausschnitten erkenne ich mich selbst.«
Auf ihre Herkunft möchte sie nicht reduziert werden: »Ich möchte ganz normal leben und nicht ständig darauf reduziert werden, dass ich die Tochter von Roy Black bin. Das ist keine Leistung, die ich mir selbst erarbeitet habe.« Fernsehangebote habe sie abgelehnt, nach dem Studium ging sie einen eigenen beruflichen Weg und ist Unternehmerin. »Ich habe berufliche Pläne und Träume, die ich verwirklichen möchte. Das ist es, was mich ausmacht.« Ihre Mutter habe dafür gesorgt, dass es ihr trotz des fehlenden Vaters an nichts gefehlt habe.
Ganz neu sind manche dieser Sätze nicht: Ähnlich hatte sich Nathalie Böhning schon früher gegenüber »Woche der Frau« und »Bunte« geäußert. Interviews gibt sie nur selten.
Carmen Böhning: »Ich habe seine Tochter nicht vermarktet«
Kennengelernt hatten sich Carmen Böhning und Roy Black im August 1989 bei einem seiner Auftritte: »Wir haben uns in die Augen geschaut, waren fasziniert voneinander«, erzählte sie 2011. Nathalie wuchs bei ihrer Mutter in Herdecke an der Ruhr auf, fernab der Öffentlichkeit. Zum 20. Todestag sprach Carmen Böhning 2011 in der SWR-Sendung »Menschen der Woche« bei Frank Elstner über Roy Black. Sie erzählte, wie sehr er sich über die Geburt gefreut habe – und von den letzten Telefonaten aus der Fischerhütte, bei denen sie die kleine Nathalie auf dem Arm hatte. Beim letzten Anruf habe er gesagt, er sei sehr müde und wolle sich hinlegen. Über die Jahre danach sagte sie: »Ich habe kein Buch geschrieben, ich habe seine Tochter nicht vermarktet.« Es habe sie viel Geld gekostet, sich und ihre Tochter aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.
Halbbruder Torsten Höllerich und das Erbe
Einen anderen Weg geht Nathalies Halbbruder Torsten Höllerich, Roy Blacks Sohn aus der Ehe mit Silke Vagts. Er war 15, als sein Vater starb, und erzählt auf seinem eigenen YouTube-Kanal offen von ihm. Der Bild-Zeitung sagte er 2025, der Nachlass von rund 1,2 Millionen Mark sei durch drei geteilt worden – zwischen ihm, seiner Halbschwester Nathalie und Roy Blacks Bruder Walter. Er habe »insgesamt etwa 400.000 Mark« bekommen. Über die Jahre mit seinem Vater sagt er, er sei »sehr stolz auf meinen Vater, für das, was er hinterlassen hat«. Mehr dazu in unserem Bericht zum 35. Todestag.
