Sarah Connor punktet spät

Sarah Connor punktet spät

Sarah Connor hat beim Open Air im Raffteichbad Braunschweig eine mehr als zweistündige, aufwendig inszenierte Show geliefert. Laut Konzertkritik überstrahlte die Inszenierung oft die Musik – bis es mit „Vincent“ intensiver wurde.

Sarah Connor hat beim Open Air im Raffteichbad Braunschweig eine große, durchgeplante Show auf die Bühne gebracht. In der Konzertkritik der Braunschweiger Zeitung wird der Auftritt als mehr als zweistündiges Unterhaltungsprogramm beschrieben, das vor allem mit Choreografie und Inszenierung Eindruck macht.

Der Abend setzte demnach stark auf Optik und Ablauf. Helle Farben prägten das Bild des Konzerts, dazu kam eine Show, die sichtbar aufwendig vorbereitet war. Für das Publikum bedeutete das vor allem eines: viel Bewegung, viel Unterhaltung und ein klarer Fokus auf das Gesamtpaket statt nur auf die Songs.

Show stark, Musik lange im Hintergrund

Genau darin liegt aber auch der zentrale Punkt der Kritik. Die Darbietung wirkte zwar professionell und unterhaltsam, doch die Musik selbst stand laut Bewertung zunächst nicht immer im Mittelpunkt. Die Inszenierung sei so dominant gewesen, dass die eigentliche Intensität des Konzerts erst später spürbar wurde.

„Vincent“ bringt die Wende

Erst gegen Ende änderte sich die Wirkung des Abends deutlich. Mit „Vincent“ erreichte das Konzert laut Kritik den Moment, in dem es wirklich intensiv wurde. Hier trat die Show in den Hintergrund, während der Song stärker für sich selbst sprach.

Unterm Strich bleibt damit ein Abend, der vor allem als visuell starkes Pop-Event in Erinnerung bleibt. Dass der emotionalste Akzent erst spät gesetzt wurde, schmälert die Größe der Produktion nicht – zeigt aber, wo bei diesem Konzert die eigentliche Kraft am deutlichsten aufblitzte.

Foto: Wikimedia Commons / Jacqueline Nolting, CC BY-SA 4.0