Stefan Mross spricht sich bei Stefan Raab aus: »Man darf nicht immer draufhauen« – das Aus von »Immer wieder sonntags«
Beim Stefanfest auf RTL redet Stefan Mross so offen über das Ende von »Immer wieder sonntags« wie selten: über 300 Sendungen, den Camper hinter der Bühne, die Aussprache hinter verschlossenen Türen – und die »Maulwürfe«, die sie ausgeplaudert haben.
Es ist der Moment, auf den beim Stefanfest auf RTL am 17. September 2026 alle gewartet haben: Stefan Raab holt Stefan Mross auf die Bühne – und fragt ihn nach dem, worüber Mross seit Wochen nur in Andeutungen spricht. Nach fast zweiundzwanzig Jahren setzt die ARD »Immer wieder sonntags« ab. Raabs Urteil fällt deutlich aus: eine »riesengroße Schweinerei«, und das Einzige, wofür er Rundfunkgebühren gezahlt habe.
Was dann folgt, ist keine Abrechnung. Es ist eine Aussprache.
Dreihundert Sendungen – und ein Camper hinter der Bühne
Rund 300 Sendungen hat Mross im Europa-Park Rust moderiert. Gewohnt hat er dort nicht im Hotel. »Wir hatten unseren Camper, ein bisschen größer, hinten am Backstage-Bereich stehen, und da haben wir gewohnt drinnen«, erzählt er. Hotels vor Ort seien super – aber: »Das ist einfach Freiheit, die kannst du dir nicht kaufen.«
»Man darf nicht immer draufhauen«
Raab hält ihm eine Schlagzeile hin: »So brutal warf die ARD mich raus.« Mross geht darauf nicht ein. Man dürfe das dem Sender nicht vorwerfen, es gebe eben ein Publikum dafür, und jeder kenne den Satz »Mensch, muss ich Format wechseln«. Sein Bild dafür: »Das Schöne ist ja das, man darf nicht immer draufhauen. Das ist wie in einer guten Ehe.« Und dann der Satz, der hängen bleibt: »Immer wieder sonntags habe ich jetzt länger gemacht als alles andere – länger, als ich schon mal verheiratet war.«
Die Aussprache hinter verschlossenen Türen – und die »Maulwürfe«
Raab lässt nicht locker und kommt auf das, was nach der letzten Sendung passiert sein soll, als die Senderchefs vor Ort waren. Mross bestätigt, dass er deutlich geworden ist: »Irgendwann muss man mal das Maul aufmachen. Ich bin ja Bayer.« Aber er zieht sofort eine Grenze: »Das habe ich nach der Sendung gemacht, aber das geht keinen öffentlich was an. Das war in einem geschlossenen Raum.« Dass es trotzdem überall stand, erklärt er sich so: »Da gibt es ein paar Maulwürfe, die da drinnen sitzen und sagen: So, das müssen wir mal verraten.«
Sein Fazit bleibt versöhnlich: »Aber nein, ich hatte 22 wundervolle Jahre, erfolgreiche Jahre, mit Immer wieder sonntags.«
Die letzte Sendung – und warum die Gitarre verstimmt war
Raab bringt die letzte Ausgabe zur Sprache, in der Semino Rossi das Abschiedslied mit einer verstimmten Gitarre sang. Mross verteidigt den Kollegen sofort: Am 6. September habe es in der Arena wieder 35 Grad gehabt, das Instrument habe zehn Minuten in der Sonne gestanden. Rossi sei »einer der erfolgreichsten und besten und tollsten Kollegen, die ich kenne«.
Raabs Antwort darauf ist keine Pointe, sondern eine Geste: »Ich hab jedenfalls gedacht: Das kann es nicht sein, so kann deine Karriere nicht enden.« Er greift zur Gitarre und singt Mross »La Paloma« noch einmal – auf Deutsch. »Ein Wind weht von Süd und zieht mich hinaus auf See.«
Sechsundzwanzig Jahre nicht gesehen
Am Rande fällt noch ein Detail, das den Abend erklärt: Die beiden hatten sich vorher sechsundzwanzig Jahre nicht gesehen – zuletzt am 4. März 2000, als Mross mit Karl Moik eine Sendung auseinandernahm. An den Musikantenstadl erinnert sich Mross mit einem Grinsen: Am Mischpult habe vor jedem Kanal ein kleiner Feigling gestanden.
Quelle: »Das große Stefanfest« (RTL, 17. September 2026)
