Thomas Woitkewitsch: Autor von Carrells Sommer-Hit verstorben
Thomas Woitkewitsch, Schöpfer von „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, ist verstorben. Der Texter hinterließ Spuren in der Schlagerwelt.
Er war eine Legende hinter den Kulissen der deutschen Show- und Schlagerwelt: Thomas Woitkewitsch, Textdichter und Drehbuchautor, ist kurz nach seinem Geburtstag verstorben. Bekannter als sein Name dürfte vielen sein Werk sein. Er war der kreative Kopf hinter Rudi Carrells Kult-Hit „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, der bis heute ein Evergreen auf deutschen Bühnen und Playlists ist.
Ein prägender Einfluss auf die Schlagerwelt
Die Karriere von Thomas Woitkewitsch ging weit über einzelne Lieder hinaus. Er arbeitete in unterschiedlichen Bereichen der Medienlandschaft und prägte TV-Sendungen ebenso wie die deutsche Musikszene der 70er und 80er Jahre. Besonders durch seine Zusammenarbeit mit Entertainern wie Rudi Carrell hinterließ er Spuren, die bis in die heutige Zeit reichen. Sein Gespür für humorvolle und gesellschaftskritische Texte hob ihn aus der Masse hervor.
Der Erfolg von „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ war kein Zufall. Mit geschicktem Wortwitz und pointierter Beobachtung der damaligen Lebensrealität schuf Woitkewitsch einen Song, der die Gefühlswelt eines ganzen Landes während verregneter Sommer traf. Die Radiostationen spielten das Lied auf und ab, und es entwickelte sich schnell zu einem Dauerbrenner.
Sein Beitrag zur Unterhaltungskultur wurde auch hinter den Kulissen geschätzt. Auch wenn sein Gesicht selten im Rampenlicht stand, war er einer derjenigen, die dafür sorgten, dass die Sendungen und Songs, an denen er beteiligt war, beim Publikum Resonanz fanden. Seine Arbeitsweise galt als ebenso unermüdlich wie kreativ.
Darüber hinaus war Woitkewitsch an einer Vielzahl prägender TV-Formate beteiligt. Zu seiner Vita zählen ikonische Sendungen wie „Am laufenden Band“ mit Rudi Carrell und „Wetten, dass..?“, eine der erfolgreichsten Samstagabendshows des deutschen Fernsehens. Mit seiner Arbeit im Hintergrund trug er maßgeblich zur besonderen Atmosphäre dieser Formate bei. Er schrieb Texte und Drehbücher, die den Charakter der Shows schärften und für ein Millionenpublikum unvergesslich machten.
Thomas Woitkewitschs Einfluss beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Schlager und große Unterhaltungsshows. Seine kreativen Beiträge reichten bis zur Zusammenarbeit mit vielen bekannten Künstlern, darunter Namen wie Caterina Valente, Harald Juhnke, Hape Kerkeling und Freddy Quinn. Diese Bandbreite zeigte seine Fähigkeit, mit unterschiedlichsten Genres und Persönlichkeiten der Musikwelt zu arbeiten. Dabei standen Qualität und Originalität stets im Vordergrund.
Noch im Dezember 2025 wurde Thomas Woitkewitsch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, eine der höchsten Ehrungen in Deutschland, die seine Verdienste für die Kultur anerkennt. Dass er nur wenige Monate später im Alter von 83 Jahren verstarb, macht diese Auszeichnung umso bedeutungsvoller.
Mit dem Tod von Thomas Woitkewitsch verliert die deutsche Schlager- und TV-Welt eine Persönlichkeit, die auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblickte. Seine Werke und die Lieder, die er der Nachwelt hinterlässt, werden jedoch auch weiterhin ein fester Bestandteil der deutschen Unterhaltungs- und Musiklandschaft bleiben.