Wencke Myhre über ihre Krebserkrankung: „Die Chemo war mein größtes Glück“
Schlagerstar Wencke Myhre blickt auf ihre Krebserkrankung von 2010 zurück – und zieht daraus eine überraschende Erkenntnis.
Im Sommer 2010 liegt Wencke Myhre im Klinikbett. Die Diagnose: Brustkrebs. Sechs Chemotherapien und mehr als 20 Bestrahlungen stehen ihr bevor. Doch die norwegische Schlagerlegende reagiert anders als erwartet – statt sich von Ängsten überwältigen zu lassen, greift sie zum Stift und schreibt Listen mit Dingen, auf die sie sich freut.
Myhre steht bereits seit ihrem siebten Lebensjahr auf der Bühne und wurde nach ihrem Sieg bei den Deutschen Schlager-Festspielen 1966 mit „Beiß nicht gleich in jeden Apfel" im deutschen Schlagermarkt bekannt; mit „Er hat ein knallrotes Gummiboot" gelang ihr der große Durchbruch. Sie war dreimal verheiratet – unter anderem mit dem deutschen Regisseur Michael Pfleghar, der sich 1991 das Leben nahm – und hat vier Kinder. Seit mehr als 25 Jahren ist sie mit dem schwedischen Musiker und Dirigenten Anders Eljas liiert. Ihre Krebserkrankung machte sie im August 2010 öffentlich, um anderen Frauen Mut zu machen. Über ihre Erfahrungen mit der Krebstherapie hatten wir berichtet.
Wencke Myhre: „Die Chemo war mein größtes Glück"
Rückblickend zieht die Sängerin eine überraschende Bilanz. Laut dem Magazin „das neue", zitiert von Schlager.de, sagt Myhre: „Die Chemo war mein größtes Glück." Die erzwungene Bühnenpause habe ihr eine neue Sicht auf das Leben eröffnet: Statt von Termin zu Termin zu hetzen, konnte sie sich auf das konzentrieren, was ihr wirklich wichtig ist – allen voran die Familie.
Besonders in dieser schwierigen Zeit stand ihr Partner Anders Eljas an ihrer Seite. Die Bedeutung seiner Unterstützung bringt Myhre in bewegenden Worten zum Ausdruck: „Ohne seine Liebe hätte ich es nicht geschafft."
Heute ist Wencke Myhre weiterhin fester Bestandteil der Schlagerwelt. Ihre Erfahrungen teilt sie, um anderen Betroffenen Mut zu machen und eine Haltung der Zuversicht zu vermitteln. Konkrete neue Projekte im Zusammenhang mit ihrer Krebserkrankung werden in den aktuellen Berichten nicht erwähnt.