Alexander Zverev kontert Boris Becker: »Relativ viel Blödsinn« – die Nummer 1 über das Interview

Alexander Zverev kontert Boris Becker: »Relativ viel Blödsinn« – die Nummer 1 über das Interview

Alexander Zverev kontert Boris Becker: Nach dessen »Spiegel«-Interview spricht die Nummer 1 von »relativ viel Blödsinn«. Beckers Gründe, Zverevs Antwort – und was Quoten und Wahlen zeigen.

Alexander Zverev (29) ist seit dem 2. November die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste – als erster Deutscher seit Boris Becker 1991. Nach einem »Spiegel«-Interview liefern sich die beiden einen Schlagabtausch: Becker hat im »Spiegel« über die Frage gesprochen, warum Zverev in Deutschland trotz seiner Erfolge nicht mehr Sympathien zufliegen. Zverev antwortete nach seinem Aus beim Masters in Paris: »Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt.«

Was Boris Becker im »Spiegel« über Zverev sagt

Auf Deutsch wirke Zverev oft schroff und abgehackt, sagte Becker, »gegenüber Journalisten auch nicht gerade freundlich«. Auf Englisch erlebe er ihn dagegen charmant und selbstironisch. Als mögliche weitere Gründe nannte Becker die Herkunft: »Seine Eltern kommen aus Russland, er spricht auf dem Platz russisch mit seiner Box.« Zum Krieg in der Ukraine äußere sich Zverev nicht öffentlich – das könne er persönlich nachvollziehen, »aber es kommt natürlich nicht so gut an«. Außerdem habe das Publikum in Zverevs letzten drei Grand-Slam-Finals eher zum Gegner gehalten. Zugleich lobte Becker ihn: Die Beziehung der beiden beschrieb er als »Tough Love«, und er wünscht Zverev nach den Titeln bei den French Open und den US Open die Wahl zum Sportler des Jahres.

Zverev kontert Becker: »Kann er machen, ist seine Wahl«

Nach der Niederlage gegen Lorenzo Musetti in seinem ersten Match in Paris widersprach Zverev vor allem beim Thema Politik: »Ich habe da eine sehr klare Meinung zu. Mich hat nie jemand darüber gefragt.« Auf Instagram werde er dazu aber keine Kommentare abgeben. Auch die Einschätzung zum Publikum teilt er nicht: In Paris seien 70 Prozent der Leute für ihn gewesen, in Wimbledon gegen Jannik Sinner sei es etwa 50:50 gewesen, nur bei den US Open gegen den Amerikaner Ben Shelton sei das Stadion erwartbar gegen ihn gewesen. Sein Fazit: »Ich glaube, dass er momentan nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen. Kann er machen, ist seine Wahl.« In der englischen Pressekonferenz sagte Zverev, er habe das Gefühl, als einzige Nummer eins der Tennisgeschichte erklären zu müssen, warum er dort stehen dürfe.

Wie beliebt ist Alexander Zverev in Deutschland? Die Zahlen

Das Finale der French Open im Juni sahen laut dpa allein bei Eurosport im Schnitt 2,09 Millionen Menschen (Marktanteil 14,2 Prozent), bei RTL zusätzlich 1,65 Millionen. Die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten wählten Zverev 2026 zweimal zum »Sportler des Monats« – im Juni mit 50,8 Prozent und im September mit 49,2 Prozent. Als Nächstes spielt Zverev bei den ATP Finals in Turin (15. bis 22. November).

Quellen: »Spiegel« / dpa (2. November 2026); spot on news (5. November 2026); Stuttgarter Nachrichten / dpa (8. Juni 2026); Deutsche Sporthilfe via flashscore.de und ran.de; ATP.

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