Beatrice Egli: »Für mich gehört zu einem ehrlichen Lächeln auch ein ehrliches Weinen«

Beatrice Egli: »Für mich gehört zu einem ehrlichen Lächeln auch ein ehrliches Weinen«

Beatrice Egli ist für ihre Lebensfreude bekannt – doch im Interview mit t-online spricht sie offen über Momente, in denen sie hadert, weint und sich überfordert fühlt.

Wer Beatrice Egli auf der Bühne erlebt, sieht eine Frau, die strahlt. Doch hinter diesem Bild steckt mehr, als sie lange nach außen gezeigt hat. In einem Interview mit t-online hat die Schweizer Schlagersängerin jetzt ungewohnt offen über ihre schlechten Tage gesprochen – und dabei einen Satz formuliert, der bleibt: „Für mich gehört zu einem ehrlichen Lächeln auch ein ehrliches Weinen."

Egli ist seit ihrem Sieg bei Deutschland sucht den Superstar im Jahr 2013 eine der bekanntesten Schlagergesichter im deutschsprachigen Raum; 2014 wurde sie mit dem Echo als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Ihr öffentliches Auftreten ist seither geprägt von Energie und Optimismus – ein Image, das sie selbst immer wieder hinterfragt hat. Bereits im Juni 2026 erklärte sie in einem Prisma-Interview: „Leben bedeutet, alle Emotionen zu empfinden und diese auch anzunehmen. Es bedeutet Wut, Zweifel, Freude, Leichtigkeit, Schwere." Über Bodyshaming und den Druck, der mit öffentlicher Präsenz einhergeht, hatte sie zuletzt bei »Gredig direkt« gesprochen. Angaben zu einer aktuellen Beziehung hat Egli in seriösen Quellen nicht gemacht; sie erklärte lediglich, ihr Privatleben bewusst nicht öffentlich zu machen.

»Ich bin schließlich auch einfach eine ganz normale Frau«

Im Gespräch mit t-online, dessen Aussagen am 14. Oktober 2026 veröffentlicht und von Schlager.de am 16. Oktober aufgegriffen wurden, beschreibt Egli, wie sie über die Jahre gelernt habe, schwierige Gefühle nicht zu verdrängen, sondern anzunehmen. „Wichtig ist, diese Gefühle anzunehmen und nicht zu bewerten", sagte sie. Dabei macht sie klar, dass auch sie nicht täglich gut gelaunt ist: „Gleichzeitig gibt es Momente, in denen ich hadere oder weine. Das gehört genauso zum Leben."

Besonders deutlich wird sie, wenn es um Wut und Überforderung geht. „Wenn ich gerade wütend oder überfordert bin, dann darf das auch sein. Ich bin schließlich auch einfach eine ganz normale Frau", sagte Egli gegenüber t-online. Konkrete persönliche Auslöser nennt sie in den vorliegenden Quellen nicht.

Diese Haltung zieht sich durch ihre Musik: Gerade weil sie die weniger schönen Seiten des Lebens kenne, könne sie positive Songs schreiben, erklärte sie im selben Interview. Damit rückt sie von einem Bild ab, das sie als dauerhaft fröhliche Entertainerin zeigt – und macht gerade dadurch Mut.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Aussagen setzt Beatrice Egli ihre Tournee „Tanzen–Lachen–Leben" fort. Am 18. Oktober 2026 steht ein Konzert in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf an; laut verschiedenen Veranstalterangaben läuft die Tour bis in den November 2026, mit einem Termin unter anderem am 13. November in München. Ob danach eine angekündigte Auszeit folgt, und wie lang diese sein soll, ist bislang nicht belegt.