HeidiFest 2026: die Kritik nach der Show – »Die Gaudi des Grauens«

Musik News aus Schlager & Volksmusik: Einen Tag nach dem HeidiFest 2026 fällt die Kritik deutlich aus: Christian Vock spricht in seiner Kolumne von der »Gaudi des Grauens«, Zuschauer stören sich an Playback und Moderation. Stefan Raab dagegen lobt die Show auf RTL.

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Musik News aus Schlager & Volksmusik: Einen Tag nach dem HeidiFest 2026 fällt die Kritik deutlich aus: Christian Vock spricht in seiner Kolumne von der »Gaudi des Grauens«, Zuschauer stören sich an Playback und Moderation. Stefan Raab dagegen lobt die Show auf RTL.

Einen Tag nach dem HeidiFest 2026 im Münchner Hofbräuhaus meldet sich die Kritik zu Wort. Christian Vock überschreibt seine Kolumne für die teleschau, erschienen am 18. September 2026 bei web.de und GMX, mit »Die Gaudi des Grauens«.

»Musik im Fließbandtempo«

Vock vermisst eine Struktur: Die Show sei nur eine Aneinanderreihung von Auftritten gewesen, mit »Musik im Fließbandtempo, derbe Bayern-Klischees und Moderation vom Friedhof der Unterhaltung«. Den weiß gefliesten Boden und das karge Neonlicht vergleicht er mit einer Kellerparty der neunziger Jahre. Dazu kamen aus seiner Sicht Probleme mit Mikrofonen und Playback sowie Übergänge, die über Gags liefen – eine Taschenlampe als Ansage, Handtaschenkontrollen als Scherz. Sein Vorwurf: Es sei um Prominenz und Viralität gegangen statt um Unterhaltung.

Was die Zuschauer schreiben

Die Reaktionen des Publikums fasst Lisa Jakobs am 18. September 2026 in den Costa Nachrichten zusammen. Genannt werden vor allem das viele Playback, die Moderation des Drag-Trios Katy Bähm, Candy Bahr und Bambi Mercury und eine als zusammenhanglos empfundene Songauswahl. Zwei der zitierten Kommentare: »Absolute Fremdscham« und »Hat München einfach nicht verdient«.

Die genannten Szenen

Erwähnt werden mehrere Momente des Abends: Markus Mörl verpasst mehrfach seinen Playback-Einsatz. Naomi Campbell steht trotz großer Ankündigung nur für einen Titel am DJ-Pult. Die Originalstimmen von Milli Vanilli singen auf Playback. Und Katja Ebstein liefert mit »Wunder gibt es immer wieder« einen der wenigen Live-Momente samt Friedensappell – der dann rasch abgebrochen wird.

Raab sieht es anders

Direkt im Anschluss fiel das Urteil auf RTL anders aus: Stefan Raab lobte das HeidiFest, schob aber nach, »aber RTL hat noch mal einen draufgesetzt«, und nannte es »Das beste HeidiFest«.
Quellen: Christian Vock (teleschau) auf web.de und GMX, 18. September 2026; Lisa Jakobs, Costa Nachrichten, 18. September 2026; »Das HeidiFest« und »Das große Stefanfest« (RTL, 17. September 2026)